Arthrose - Schmerz - Therapie - Zentrum // Heilpraktiker Karl-Boris Kirschbauer // München

Schmerzen und Triggerpunkte

Triggerpunkt (TP) . Schmerzmuster und Diagnose // Therapie

Triggerpunkt // Schmerzmuster und Diagnose

Schmerzen werden häufig durch Triggerpunkte und Triggerzonen ausgelöst. Triggern heißt soviel wie Schmerz- oder Störimpulse abfeuern. Es handelt sich also um autonome, schmerzerzeugende Punkte. Triggerpunkte entstehen in Weichteilstrukturen, insbesondere in chronisch verspannten Muskeln, aber auch Bändern, Sehnen, Fascien (Muskelhäute) und in der Knochenhaut (Periost).

Triggerpunkt . Bandscheiben-Vorfall . Schmerz // Heilpraktiker Karl-Boris Kirschbauer // München Die Triggerpunkte erzeugen entweder lokale Schmerzen oder sie feuern ihre Schmerzimpulse in entferntere Körperareale. Im Bereich der Wirbelsäule werden in der Regel Schmerzbilder erzeugt, die genauso aussehen, als rührten sie von einem Bandscheibenschaden her, aber in Wirklichkeit auf die Aktivität von Triggerpunkten zurück zu führen sind. Glücklicherweise sind echte Bandscheibenprobleme, etwa ein Bandscheibenvorfall (Abb. 1), sehr selten. Meistens handelt es sich um pseudoradikuläre Schmerzsymptome (Radix = Nervenwurzel). Triggerpunkte im Bereich von Gelenken täuschen Gelenkschmerzen vor. Darüber hinaus sind so manche funktionellen (nicht organisch bedingte) Herzbeschwerden, Schwindelzustände und unklare Bauchbeschwerden auf Triggerpunkte zurück zu führen. Auch postoperative und posttraumatische Schmerzen werden gewöhnlich durch Triggerpunkte ausgelöst.

Triggerpunkte unterliegen gewissen Gesetzmäßigkeiten:

  1. Das Gesetz der Unilateralität
    Der Triggerpunkt erzeugt gewöhnlich in der Körperseite, in der er zuerst entsteht, körperliche Schmerzsymptome oder funktionelle Beeinträchtigungen.
  2. Das Gesetz der Symmetrie
    Wird der Schmerz nicht durch eliminieren der Triggerpunkte und die Verspannung des Muskels nicht mit adäquaten Therapiemethoden beseitigt, wird in der Regel nach einer gewissen Zeit der Schmerz auf der gleichen Etage in der Gegenseite auftreten.
  3. Das Gesetz des verminderten Widerstandes
    Schmerzsymptome beginnen zu „wandern“ und treten abwechselnd in verschiedenen geschwächten oder vorgeschädigten Körperregionen auf.
  4. Das Gesetz der Generalisierung
    Schmerzsymptome treten vielerorts gleichzeitig auf.

Triggerpunkt-Modell

Wie hängt nun Triggerpunkt, Muskelspannung und Schmerz zusammen? Die Beziehung zwischen den drei Größen lässt sich am besten durch das folgende Diagramm darstellen (Abb. 1).

S = Schmerzschwelle
TA = Triggerpunkt-Aktivität
Msp = Muskelspannung

Triggerpunkt Schmerz Diagramm // Heilpraktiker Karl-Boris Kirschbauer // München

Eines Tages wird ein Triggerpunkt (TP) gesetzt (t 1). Beispielsweise findet durch einen Fahrradsturz eine Gewalteinwirkung auf die Gesäßmuskulatur statt. Der anfängliche Schmerz nach dem Sturz wird wieder vergehen und die ganze Angelegenheit wird vergessen.

Wenn aber durch den Sturz ein Triggerpunkt gesetzt wurde, so wird dieser durch seine nervale Aktivität, ständige Störimpulse an das Rückenmark abgeben, die von dort wieder ca. 10-mal verstärkt an den Muskel weitergeleitet werden (Abb. 2).

Nun setzt sich ein unheilvoller Teufelskreis in Gang. Die Triggerpunktaktivität induziert eine stetige Erhöhung der Muskelspannung mit nachfolgender Minderdurchblutung der betreffenden Muskulatur.

Damit wird aber weniger Sauerstoff ins Gewebe transportiert und der Abtransport der Lymphe wird nicht mehr optimal stattfinden. Der PH-Wert des Muskels wird zunehmend in den sauren Bereich abdriften und eine chronische Übersäuerung wird sich einstellen.

Diese Faktoren werden aber zu einer weiteren Steigerung der Triggerpunktaktivität führen und diese wieder eine Muskelspannungserhöhung erzeugen, bis die Muskelspannung den Schmerzschwellenwert erreicht hat (t 2).

Bleibt die TP-Aktivität und die Muskelspannung permanent über dem Schmerzschwellenwert, so wird sich ein Dauerschmerz einstellen, dessen Intensität entweder auf gleichem Niveau bleibt (t 3–t 4) oder je nach Einflussgrößen auf die Triggerpunktaktivität und Muskelspannung zu oder abnimmt (t 4–t 9).

Wird die TP-Aktivität und/oder die Muskelspannung unter den Schmerzschwellenwert abgesenkt, so wird sich Schmerzfreiheit einstellen.

Triggerpunkt-Therapie

Triggerpunkt . Therapie . Schmerz // Heilpraktiker Karl-Boris Kirschbauer // München Da die drei Größen, Triggerpunktaktivität, Muskelspannung und Schmerz direkt voneinander abhängen, kann man an einer dieser Größen eine Veränderung vornehmen und die beiden anderen Größen werden sich dementsprechend auch verändern. Schaltet man z.B. den Schmerz medikamentös durch Injektion oder orale Gabe aus, so werden die TP-Aktivität und die Muskelspannung ebenfalls abgesenkt. Diese Maßnahme ist aber leider meistens nicht von langfristigem Erfolg begleitet und mit der Zeit können sich auch ernsthafte unerwünschte Nebenwirkungen einstellen.

Auf dem Diagramm ist ersichtlich, dass sich der Triggerpunkt einmal überhalb des Schmerzschwellenwertes und einmal unterhalb des Schmerzschwellenwertes befindet und somit wird man einmal Schmerzen verspüren und das andere Mal fühlt man sich völlig schmerzfrei. Dieses Wechselspiel der Schmerzen ist ohne das TP-Modell nur schwerlich zu erklären, so dass bei den Patienten oftmals völlige Ratlosigkeit entstehen kann.

Es gibt eine Vielzahl von Einflussgrößen, die die Muskelspannung in die eine oder andere Richtung verändern können. Angemessene sportliche Aktivität kann die Muskelspannung abschwächen, ungünstige Körperbelastung z.B. falsche Körperhaltung bei der PC-Arbeit, dagegen erhöhen.

Nicht zuletzt beeinflussen psychomentale Reize den Schmerzzustand über die Änderung der Muskelspannung. Bewirkt ein psychischer Reiz, z.B. ein chronisch erhöhter Stress oder Angst, eine Muskelspannungserhöhung über den Schmerzschwellenwert, so wird sich sofort Schmerz einstellen. Dadurch auf eine psychische Ursache des Schmerzes zu schließen, ist nicht zulässig.

Wenn kein Triggerpunkt vorhanden ist, wird sich trotz Muskelspannungserhöhung kein Schmerz einstellen. Die Psyche kann also sehr wohl über die Erhöhung der Muskelspannung als Schmerzauslöser wirksam werden, aber in den meisten Fällen nicht, von einigen Ausnahmen abgesehen, als Ursache angesehen werden.

Dies zu unterscheiden, obliegt dem Behandler.

Die wichtigste Aufgabe besteht nun darin, heraus zu finden, ob die Schmerzsymptomatik durch Triggerpunkte ausgelöst ist und welche Muskel daran beteiligt sind. Anschließend muss man die Triggerpunkte genau aufsuchen und sie mit geeigneten Maßnahmen so lange behandeln, bis die Triggerpunktaktivität und die Muskelspannung unter den Schmerzschwellenwert absinkt.

Um eine langfristige Schmerzfreiheit zu erlangen, muss man ein Absinken der beiden Größen, Triggerpunktaktivität und Muskelspannung weit unter die Schmerzschwelle erreichen (t 9–t 10).

Im Idealfall behandelt man den Triggerpunkt so lange, bis kein Schmerz mehr ausgelöst werden kann, auch wenn man den TP mit einem gehörigen Druck bearbeitet. Die am Schmerzgeschehen beteiligten Muskeln müssen so behandelt werden, dass Verspannungen innerhalb der Muskulatur auf die normale Grundspannung des Muskels zurück geführt werden.

Um diese optimalen Ergebnisse zu erzielen, werden in meiner Praxis folgende Therapien in sinnvoller Weise kombiniert:

  1. die fokusierte Stoßwellentherapie neuester Bauart
  2. die Spinelinertherapie
  3. die Schröpfmassage-Therapie
  4. die Lasertherapie
  5. die Chirotherapie
  6. die Osteopathie
  7. die Akupunktur
  8. die spezielle manuelle Triggerpunktmanipulation
  9. die Entsäuerungstherapie

Haben Sie noch weitere Fragen? Dann rufen Sie einfach an unter Telefon 089/178 54 46.
Vereinbaren Sie gerne einen unverbindlichen Ersttermin zur Untersuchung auf Schmerzen; verursacht durch Triggerpunkte.